14. Juli 2025

Legendäres MitarbeiterInnentreffen des ehemaligen Ferlacher Gasthofes Antonitsch

Zu einem nicht alltäglichem Treffen kam es dieser Tage in der Büchsenmacherstadt Ferlach. Die ehemalige Köchin Doris Hartung aus Keutschach hat schon vor rund 2 Jahren gemeinsam mit Ute Antonitsch aus Ferlach ins Auge gefasst, alle ehemaligen Kochlehrlinge und MitarbeiterInnen des legendären Gasthof Antonitsch zu einem Stelldichein in den Gasthof Renko/Ferlach einzuladen.
14. Juli 2025

Legendäres MitarbeiterInnentreffen des ehemaligen Ferlacher Gasthofes Antonitsch

Zu einem nicht alltäglichem Treffen kam es dieser Tage in der Büchsenmacherstadt Ferlach. Die ehemalige Köchin Doris Hartung aus Keutschach hat schon vor rund 2 Jahren gemeinsam mit Ute Antonitsch aus Ferlach ins Auge gefasst, alle ehemaligen Kochlehrlinge und MitarbeiterInnen des legendären Gasthof Antonitsch zu einem Stelldichein in den Gasthof Renko/Ferlach einzuladen.

Die Geschichte  dieses Gasthauses als Kombination Gastwirtschaft/Fleischerei mit angeschlossener Landwirtschaft reicht nachweisbar bis  ans Ende des 18. Jahrhunderts zurück.

Auch wenn der beliebte, weit über die Rosentaler Grenzen bekannte Treffpunkt für kulinarische Genüsse im Jahr 2004 verkauft wurde, die Erinnerungen bleiben. Mit Freude und Stolz rekapituliert Max Antonitsch, der das Unternehmen 1964 von seinen Eltern übernahm. Zunächst eher aus tragischem Anlass. Ein familiärer Schicksalsschlag veranlasste den ausgelernten Fleischergesellen in die Presche zu springen. Große Unterstützung fand er in seiner Gattin Ingeborg, die sich als ehemalige Gemeindebedienstete das komplette Einmaleins der Kochkunst mit Kursen, viel Idealismus und Fingerspitzengefühl aneignete. Der Betrieb konnte so gegen Ende der 60er Jahre bereits auf den Stand der Schließung gebracht werden.

Wir haben mit vielen innovativen Ideen die Gasthauskultur  belebt bzw. erweitert, erinnert sich die Gattin. Wild-, Fasten- oder Spargelwochen waren einige der Angebote, mit denen man der Zeit ein Stück weit voraus war.

Auch wurde eine Kartei geführt, anhand derer man die Gäste schriftlich über die besonderen Schmankerlwochen informierte, verrät  der mittlerweile 92jährige Max Antonitsch. Sogar die heute alltägliche Form des Catering war Teil des Geschäftsmodells.

Einer der im Betrieb ebenfalls seine Visitenkarte hinterlassen hat, war der zur damaligen Zeit jüngste Fleischermeister Kärntens und Musikus Gustl Markowitz.

Er war es, der das legendäre Stiereier-Essen am Faschingsdienstag mit den Wirtsleuten ins Leben rief. Das Essen wurde den vielen Narren und Närrinnen gratis gereicht. Als Draufgabe sorgte Gustl Markwitz mit seinen vielen Musikanten für den musikalischen Part.

Insgesamt sind an die 30 Personen zu diesem Treffen gekommen. Einige haben dazu sogar eine größere Anreise in Kauf genommen. Eine Aufgabe hat Doris Hartung allen vorab gestellt. Jeder musste sein Lieblingsrezept bzw.  seine Leibspeise von anno dazumal nennen bzw. begründen. Dass dabei so manch Skurriles bzw. Heiteres zutage kam, verstand sich von selbst.

Besonders stolz waren die Wirtsleute Max und Ingeborg Antonitsch, dass u.a. mit Burgi Wolte der erste Kochlehrling unter den Anwesenden weilte und auch Fleischermeister August Markowitz, der sich dieses Miteinander trotz seines gesundheitlichen Handicaps nicht nehmen ließ.

Hungerleiden musste man dennoch nicht, sorgte Wirtin Eva Renko  mit Rippalan, Backhendl und gekochtem Schinken für den von den ehemaligen Arbeitgeber Max und Ingeborg Antonitsch gesponserten Schmankerlnachmittag.

Ein da capo ist angedacht, so die Initiatorin.

 

@ Dieter Arbeiter

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